Suche / Archiv


Erweiterte Suche

2014
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2013
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2012
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2011
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2010
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2009
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2008
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2007
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2006
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2005
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2004
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2003
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

31. Jahrgang Heft 12 Dezember 2008

Editorial
Heike Oberpichler-Schwenk


Pharmakologie aktuell
Susanne Heinzl, Reutlingen
Interleukin 6 als neues Target
Mit Tocilizumab wird voraussichtlich ab Februar 2009 als RoActemra® ein neues Therapieprinzip für die Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis zur Verfügung stehen. Der Interleukin-6-Hemmer greift ähnlich wie Tumornekrosefaktor(TNF)-alpha-Hemmer in grundlegende Vorgänge bei den entzündlichen Reaktionen der Erkrankung ein. In einem groß angelegten Studienprogramm konnte eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit gezeigt werden.


Übersichten
Andreas S. Ziegler, Großhabersdorf
Selbstreinigende Oberflächenversiegelung zum Aufsprühen, Zahnpasta mit Reparatureffekt, Mini-Brennstoffzellen und Datenspeicher im Kleinstformat, die das Wissen ganzer Bibliotheken enthalten: Nach „micro“ in den 1980er- und „electronic“ in den 1990er-Jahren ist „nano“ das Technologie- Schlagwort dieses Jahrzehnts. Die neuen Nanomaterialien faszinieren Laien und Experten gleichermaßen. Auch in der Pharmazie bahnte der Vorstoß in bisher nicht erreichbare Dimensionen neue Wege bei der Arzneistoffformulierung. Die Nanotechnologie bietet innovative Antworten auf bislang ungelöste galenische und biopharmazeutische Fragestellungen und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten bei der zielgenauen Arzneimitteltherapie, dem sogenannten Drug-Targeting.


Dr. Tanja Saußele, Stuttgart
Seit 1995 wird von der deutschen Gesellschaft für Ernährung die Supplementierung mit 400 µg Folsäure pro Tag für Schwangere sowie perikonzeptionell zur Vermeidung von Neuralrohrdefekten empfohlen. Derzeit ist in Deutschland trotzdem die Mehrzahl der Frauen im gebärfähigen Alter, aber auch der übrigen Bevölkerung, mit Folsäure unterversorgt. Genetische Polymorphismen im Methylentetrahydrofolat-Reductase(MTHFR)-Gen können das Risiko für kongenitale Fehlbildungen, besonders bei niedrigen Folsäurespiegeln, erhöhen. Um auch eine ausreichende Folsäureversorgung für Personen mit verringerter Enzymaktivität der Methylentetrahydrofolat-Reductase zu gewährleisten, kann eine Supplementierung mit einer Kombination aus Folsäure und 5-Methyltetrahydrofolsäure (Metafolin®) erfolgen.


Bericht von Barbara Kreutzkamp, Hamburg
Evidenz für subkutane und sublinguale Applikation
In der Behandlung von Allergien hat die spezifische Immuntherapie neben symptomatisch wirksamen Medikamenten ihren festen Stellenwert. Die Allergenpräparate können subkutan gespritzt oder als Tropfen oder Tabletten sublingual eingenommen werden. Status quo und Zukunftsperspektiven waren Themenschwerpunkte auf dem diesjährigen gemeinsamen Allergiekongress der allergologischen Fachverbände.


Referiert & kommentiert
Dr. Barbara Ecker-Schlipf, Holzgerlingen
Thrombozytenfunktionshemmer allein besser als kombiniert mit oralen Antikoagulanzien
Bei Patienten mit peripherer Gefäßerkrankung konnte eine Kombination aus einem oralen Antikoagulans und einem Thrombozytenfunktionshemmer größeren kardiovaskulären Komplikationen nicht wirksamer vorbeugen als Thrombozytenfunktionshemmer allein. Starke Nebenwirkungen wie lebensbedrohliche Blutungen wurden unter der Kombinationstherapie häufiger beobachtet als unter der Monotherapie.


Dr. Barbara Ecker-Schlipf, Holzgerlingen
Erwartungen an Pyridoxal-5‘-phosphat erfüllen sich nicht
Bei Hochrisikopatienten, die sich einer Bypass-Operation am Herzen unterzogen, konnte Pyridoxal-5‘-phosphat (MC-1) das Auftreten von kardiovaskulären Todesfällen oder nicht tödlich verlaufenden Herzinfarkten nicht verringern.


Rosemarie Ziegler, Albershausen
Folsäure plus Vitamin B6 und B12 senkt nicht das kardiovaskuläre Risiko
In einer über 7,3 Jahre laufenden, Plazebo-kontrollierten US-amerikanischen Studie bekamen 5 442 Frauen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen täglich Folsäure und die Vitamine B6 und B12 verabreicht. In der Verum-Gruppe wurden zwar deutlich niedrigere Homocysteinspiegel als in der Plazebo-Gruppe gemessen, aber weder eine Minderung der Gesamtsterblichkeit noch des Vorkommens kardiovaskulärer Ereignisse festgestellt.


Bettina Martini, Legau
Xenon, gute Eigenschaften, aber teuer
Das Edelgas Xenon hat physikalisch-chemische und pharmakologische Eigenschaften, die für ein Narkotikum nahezu ideal sind, allerdings ist die Herstellung teuer und es fehlen Studien, die zeigen, dass tatsächlich ein besseres Behandlungsergebnis erreicht werden kann. Daher wird Xenon, trotz guter Eigenschaften, derzeit nicht breit eingesetzt.


Ralf Schlenger, München
Antibiotika-freie Fixkombination für die Akut- und Dauertherapie
Die neue topische Fixkombination aus dem Retinoid Adapalen und Benzoylperoxid (Epiduo®) zeigte in der Zulassungsstudie eine höhere Wirksamkeit gegen Papeln, Pusteln und Komedonen als die einzelnen Wirkstoffe. Wirksamkeit und Sicherheit sind für die Dauertherapie bis zu einem Jahr belegt. Darüber hinaus hoben Experten im Rahmen der 21. Dermatologischen Fortbildungswoche in München hervor, dass die Resistenzentwicklung bei der Antibiotika-freien Kombination keine Rolle spielt.


Dr. Barbara Ecker-Schlipf, Holzgerlingen
Wirkungen verschiedener Antiadiposita
Die Arzneistoffe Orlistat, Sibutramin und Rimonabant, die zur Behandlung von Fettleibigkeit und Übergewicht eingesetzt werden, erzielten in randomisierten, kontrollierten Studien über ein bis vier Jahre eine Gewichtsreduktion von weniger als fünf Kilogramm. Die Wirkstoffe zeigten unterschiedliche Effekte auf das kardiovaskuläre Risikoprofil und spezifische Nebenwirkungen.


Rosemarie Ziegler, Albershausen
Fructose erhöht das Risiko für Gichtanfälle
Häufiger Konsum fructosegesüßter Softdrinks, aber auch fructosereicher Fruchtsäfte und Obst, ist mit einem signifikant erhöhten Gichtrisiko verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine prospektive Kohortenstudie, in der über zwölf Jahre gesammelte Daten von fast 50 000 Männern ausgewertet wurden.


Dr. Barbara Ecker-Schlipf, Holzgerlingen
Rauchen erhöht das Risiko
Aktives Rauchen steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Diabetes mellitus Typ 2. Die künftige Forschung sollte sich darauf konzentrieren, mögliche kausale Mechanismen oder einflussnehmende Faktoren zu identifizieren.


Dr. Tanja Saußele, Stuttgart
Vermehrung brauner Fettzellen durch BMP-7