Suche / Archiv


Erweiterte Suche

2014
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2013
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2012
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2011
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2010
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2009
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2008
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2007
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2006
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2005
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2004
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

2003
Heft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

31. Jahrgang Heft 7 Juli 2008

Editorial
Heike Oberpichler-Schwenk


Übersichten
Thomas F. Voigt, Laudenbach
Infolge Klimawandel weitaus mehr als nur Ixodes ricinus, FSME und Borreliose
Ektoparasitische Arthropoden, wie auch Zecken, übertragen zahlreiche pathogene Keime in Form von Bakterien oder Viren auf Mensch und/oder Tier. Weil diese Vektoren wechselwarme Tiere sind, besteht in hohem Maße eine Abhängigkeit von Umweltbedingungen. Dabei spielen klimatische und mikroklimatische Bedingungen eine sehr große Rolle. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten oder zumindest naheliegend, dass Klimaveränderungen gerade die Bionomie (Wissenschaft von den Gesetzen des Lebens, hier vor allem: Populationszyklen) unter anderem auch von Zecken und den von ihnen übertragenen Pathogenen beeinflussen.


Ingo Stock, Brühl bei Köln
Pilzerkrankungen des Fußes gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten in den Industrienationen. Nach aktuellen Schätzungen leidet in Deutschland etwa ein Drittel der Erwachsenen an derartigen Mykosen, die meist auf einer Dermatophyten-Infektion der Zehen und Zehenzwischenräume und/oder Fußsohlen (Tinea pedis) beruhen. Die häufigsten Erreger der Tinea pedis sind Trichophyton rubrum und T.mentagrophytes. Fußmykosen durch Nicht-Dermatophyten sind relativ selten. Nach Symptomatik und Lokalisation werden verschiedene Formen von Fußmykosen unterschieden. Bei der am meisten verbreiteten intertriginös-mazerativen Form ist die Haut zwischen den Zehen verquollen, und es entstehen nach Ablösung der Haut nässende Erosionen und Hautfissuren. Sofern die Infektion keine großflächige Ausbreitung zeigt, ist sie mithilfe einer antimykotischen Lokaltherapie behandelbar. Ähnliches gilt für die primär am Spann und in der Fußsohlenmitte auftretende vesikulös-dyshidrotische Form, die mit Juckreiz und Bläschenbildung einhergeht. Die squamös-hyperkeratotische Form, bei der es zu einer
diffusen schuppigen Verdickung der Hornschicht in verschiedenen Bereichen des Fußes kommt, sollte zusätzlich systemisch therapiert werden. Durch die Entlassung zahlreicher topischer Antimykotika aus der Verschreibungspflicht kommt dem Apotheker eine besondere Bedeutung bei der Beratung von Patienten mit Fußmykosen zu.


Monika Siegrist, München
Osteoporose zählt zu den bedeutenden chronischen Krankheiten unserer Zeit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Osteoporose bereits 1999 als eine der zehn wichtigsten Volkskrankheiten eingestuft und weltweit die Initiative „Bone and Joint Decade 2000–2010“ ausgerufen.


Fragen aus der Praxis
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck, München
Eltern eines an atopischer Dermatitis leidenden Kindes kommen mit einer Produktempfehlung des Neurodermitikerbundes. Empfohlen werden Produkte aus der „Skin-Care“-Linie. Die Produkte Dermacare und Dermaklin enthalten 10ppm kolloidales, elementares Silber oder ozonisiertes Olivenöl. Hintergrund ist wohl die Reduktion der mikrobiellen Besiedelung der Haut.
Ist die Behandlung der atopischen Dermatitis mit elementarem, kolloidalem Silber und ozonisiertem Olivenöl eine erfolgversprechende Option? Gibt es Studien oder Untersuchungen dazu?


Dr. med. Peter Ahrens, Darmstadt
Ist der Tauchsport kontraindiziert für Asthma-Patienten oder gibt es Möglichkeiten, wie Asthmatiker diese Sportart ausüben können? Dürfen unter Umständen auch Kinder, die an Asthma bronchiale leiden, tauchen?


Referiert & kommentiert
Dr. Annemarie Musch
Nilotinib – optimierte, zielgerichtete Therapie
Nilotinib (Tasigna®) wurde im November 2007 von der EMEA für die Second-Line-Therapie von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) zugelassen. CML-Patienten in der chronischen und akzelerierten Phase mit Imatinib-Resistenz oder -Unverträglichkeit kann damit eine neue Behandlungsoption angeboten werden.


Dr. Britta Daub, Brühl
CETP-Hemmung als neue Therapieoption?
Bei Dyslipidämien kommt es trotz der breiten Anwendung von CSE-Hemmern (Statinen) zu einer erhöhten Rate an kardiovaskulären Ereignissen. Der Einsatz von Hemmstoffen des Cholesteryl-Transfer-Proteins (CETP) könnte eine Therapieoption sein, um kardiovaskulären Ereignissen entgegenzuwirken. Die Ergebnisse aus zwei randomisierten doppelblinden und Plazebo-kontrollierten Phase-I-Studien mit Anacetrapib liegen nun vor.


Dr. Beate Fessler, München
Racecadotril bei akuter Diarrhö jetzt auch für Erwachsene
Der intestinale Sekretionshemmer Racecadotril (Tiorfan®) steht zur Behandlung der akuten Diarrhö bei Kindern ab dem dritten Lebensmonat bereits seit 2004 zur Verfügung. Nun ist er auch für Erwachsene zugelassen. Im Gegensatz zu Loperamid verändert er die Darm-Transitzeit nicht. Das Risiko einer Sekundärobstipation ist deutlich niedriger.


Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Diclofenac oder Manualtherapie nicht wirksamer als Standardtherapie
Die Gabe von Diclofenac oder die Anwendung von Manualtherapie ist bei Patienten mit akuten Rückenschmerzen nicht besser wirksam als eine Standardtherapie mit viermal täglich 1g Paracetamol.


Dr. Barbara Kreutzkamp, Hamburg
Komplexe genetische Störungen, multimodale Behandlungsstrategien
Das atopische Ekzem, auch unter der Bezeichnung Neurodermitis bekannt, ist eine dermatologisch-immunologische Erkrankung, bei der auch psychische Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. Alle Aspekte sollten in der Behandlung berücksichtigt werden.


Dr. Barbara Ecker-Schlipf, Holzgerlingen
Wirkungsmechanismen osteoanaboler Therapieansätze
In den letzten zehn Jahren wurden in der Diagnose und Behandlung der Osteoporose große Fortschritte gemacht. Zunehmend ins Interesse rücken osteoanabole Substanzen, die die Osteoblastenaktivität und damit den Knochenaufbau stimulieren. Parathormon (PTH) sowie ein aktives, humanes, rekombinant hergestelltes Parathormon-Fragment (Teriparatid) sind derzeit die einzigen prototypischen osteoanabolen Wirkstoffe, die für die therapeutische Praxis zugelassen sind.


Helga Vollmer, M. A., München
Tumoren per Strahlenskalpell vernichten
Ohne chirurgischen Eingriff, ohne Narkose und ohne Schmerzen einen Tumor entfernen zu lassen, klingt utopisch. Mit der Cyberknife-Radiochirurgie ist dies heute aber möglich. Selbst Krebstumoren oder Metastasen in „beweglichen” Organen wie der Leber, der Lunge, am Herzen oder im Gehirn können mit meist nur einer einzigen Behandlung zerstört werden.


Am häufigsten wegen Herzinsuffizienz