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31. Jahrgang Heft 2 Februar 2008

Editorial
Heike Oberpichler-Schwenk


Übersichten
Stephan Martin und Hubert Kolb, Düsseldorf
Typ-2-Diabetes ist eine der modernen Wohlstandserkrankungen, vornehmlich ausgelöst durch Übergewicht und körperliche Inaktivität. Die pathophysiologische Grundlage der Erkrankung ist eine reduzierte Insulinwirkung, die durch Übergewicht und Bewegungsarmut ausgelöst wird. Erst wenn die kompensatorische Mehrproduktion an Insulin nicht mehr geleistet werden kann, kommt es zu einer Glucoseregulationsstörung. Zuerst steigen die Blutglucosewerte nach den Mahlzeiten, in einer späteren Phase kommt es auch zum Anstieg der Nüchternblutglucose. Im allgemeinen Bewusstsein ist verankert, dass man nach Manifestation des Diabetes mellitus den Betroffenen nur mit einer pharmakologischen Therapie des Betroffenen helfen kann. Dass dies nicht der Fall ist, soll in dieser Übersicht dargestellt werden. Neben den epidemiologischen Studien, die Hinweise auf weitere Auslösefaktoren geben, werden die Interventionsstudien diskutiert, die zu einem Paradigmenwechsel in der Diabetologie beigetragen haben. In nicht wenigen Fällen scheint die nichtpharmakologische Intervention eine therapeutische Alternative zu sein oder kann zumindest nachhaltig den Einsatz antidiabetischer Medikamente reduzieren.


Maria Paulke-Korinek und Herwig Kollaritsch, Wien
Tollwut, auch Rabies genannt, ist eine Virusinfektion, die weltweit jährlich geschätzte 55 000 Todesopfer fordert. Trotzdem wird das Vorkommen des Virus in Endemiegebieten, aber vor allem von Reisenden, unterschätzt und die Letalität einer Rabieserkrankung ist vielen Menschen nicht bewusst. Einige Indikationen zur prophylaktischen Schutzimpfung sind Reisen in Endemiegebiete, Kontakt mit potenziell infektiösem Material sowie das Arbeiten als Tierarzt. Neben der Möglichkeit der vorbeugenden Schutzimpfung kann auch eine postexpositionelle Prophylaxe durchgeführt werden, wenn tollwutverdächtiger Kontakt mit Tieren oder anderen Materialien festgestellt wird. Hier sollten nur moderne Zellkulturvakzinen Verwendung finden, da Impfstoffe früherer Generationen große Gesundheitsrisiken bergen können.
Es ist wichtig, dass Reisende und andere Gefährdete auf das Risiko einer Tollwutinfektion aufmerksam gemacht werden.


Der klinisch-pharmazeutische Fall
Carina Hohmann, Roland Radziwill, Anna Walter, Jürgen M. Klotz, Alexander Stock und Andreas H. Jacobs, Fulda
Ein 61-jähriger Patient wird aufgrund eines plötzlich auftretenden Taubheitsgefühls im rechten Arm und in der rechten Hand sowie Wortfindungsstörungen unter der Verdachtsdiagnose einer akuten zerebralen Ischämie in die Klinik für Neurologie zur systemischen Lyse-Therapie aufgenommen.


Fragen aus der Praxis
Ein heranwachsender Junge leidet seit 13Jahren an einer Eiweißausscheidung im Urin. Bei einem nephrotischen Syndrom geht man von einem überschießenden Immunsystem aus. Kann hier kolloidales Silber helfen?


Referiert & kommentiert
Dr. Barbara Ecker-Schlipf, Holzgerlingen
Höheres Risiko durch Hormonersatztherapie
Postmenopausale Frauen, die mit einer Hormonersatztherapie behandelt wurden, besaßen ein höheres Risiko für das Auftreten von Eierstockkrebs mit und ohne tödlichen Verlauf als unbehandelte Frauen.


Dr. med. Nana Mosler, Leipzig
Effektiver Frakturschutz mit gebrauchsfertig zusammengestellter Osteoporosemedikation
Actonel® plus CalciumD 35 mg plus 1 000 mg/800 I. E. enthält gebrauchsfertig dosiert das einmal wöchentlich einzunehmende Bisphosphonat Risedronsäure plus die empfohlenen Tagesdosen für Calciumsalze und VitaminD3. Diese Kombination der Osteoporosemedikation sowie eine verständliche Erklärung zur korrekten Einnahme der einzelnen Komponenten soll Patienten bei der regelmäßigen und korrekten Einnahme ihrer kompletten Osteoporosemedikation unterstützen.


Dr. Barbara Ecker-Schlipf,Holzgerlingen
Ansätze zur Prävention und Therapie
Die orale Mukositis ist eine dosislimitierende frühe Nebenwirkung einer Radiochemotherapie im Kopf-Hals-Bereich. Sie kommt häufig vor und kann eine Unterbrechung der Behandlung erfordern. Zur Prophylaxe und Therapie der Mukositis der Mundschleimhaut wird eine Vielzahl von experimentellen und klinischen Ansätzen diskutiert, Einzug in die klinische Praxis hat bislang aber keine dieser Strategien gefunden.


Stefan Oetzel, Tübingen
Therapie mit modernem Depotpräparat sinnvoll
Schon im frühen Stadium einer Schizophrenie werden die Weichen für die weitere Krankheitsentwicklung gestellt, das heißt, gerade in dieser Phase ist es wichtig, Rückfälle zu vermeiden. Häufig verhindert jedoch die besonders bei ersterkrankten Patienten ausgeprägte Non-Compliance die hierzu notwendigen konsequenten Therapiestrategien. Die Depotform von Risperidon erfüllt alle Voraussetzungen, um auch zu Beginn der Krankheit die Symptome wirksam zu lindern und eine stabile Remission zu erreichen, wie die Ergebnisse einer Studie belegen, die auf einer Pressekonferenz in München vorgestellt wurde.


Rosemarie Ziegler,Albershausen
Verkürzen täglich eingenommene Antioxidanzien das Leben?
In einer dänischen Metaanalyse wurden 68 randomisierte Studien mit über 230 000Teilnehmern ausgewertet, die sich mit der regelmäßigen Einnahme von Vitamin- und/oder Spurenelement-Präparaten befassten. Die Autoren konstatieren zumindest bei Beta-Carotin und den VitaminenA und E eine signifikant erhöhte Gesamtsterblichkeit.


Dr. Birgit Schindler, Freiburg
CSE-Hemmer mit Eicosapentaensäure kombinieren?
Die Gabe der Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure scheint bei Japanern mit Hypercholesterolämie zusätzlich zu einer Behandlung mit einem CSE-Hemmer zur Vermeidung schwerwiegender Koronarereignisse (insbesondere nichttödlicher Ereignisse) eine sinnvolle Ergänzung zu sein, so das Ergebnis einer groß angelegten Interventionsstudie. Die Übertragbarkeit der Studie auf andere Länder, einschließlich Deutschland, ist allerdings eingeschränkt.


Dr. med. Nana Mosler, Leipzig
Weniger „Betazellstress“ mit Vildagliptin
Der neue Dipeptidylpeptidase-4(DPP-4)-Hemmer Vildagliptin (Galvus®) wurde Ende September 2007 in Europa zur Therapie von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen. Auch Vildagliptin gehört zu den neuen antidiabetischen Therapieoptionen, die die Kontrolle der Blutzuckerwerte und gleichzeitig die Funktion der Betazellen verbessern. Von diesem Ansatz profitieren Typ-2-Diabetiker, die noch nicht Insulin spritzen müssen; er zielt darauf ab, die Notwendigkeit einer Insulintherapie bei den Patienten hinauszuzögern.