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28. Jahrgang Heft 3 März 2005

Editorial
Susanne Heinzl


Pharmakologie aktuell
Susanne Heinzl
Eplerenon bei Herzinsuffizienz nach Herzinfarkt
Der neue Aldosteron-Antagonist Eplerenon (Inspra®) ist zur Behandlung von Patienten zugelassen, die aufgrund eines Herzinfarkts eine Herzinsuffizienz entwickeln. Zusätzlich zu Betablockern und ACE-Hemmern bzw. Angiotensin-Rezeptorantagonisten greift auch Eplerenon an den neuroendokrinen Systemen an, die zu den deletären Folgen der Erkrankung beitragen.


Übersichten
Prof. Dr. Peter Herzer, München
Die Lyme-Borreliose ist eine vielgestaltige Infektionskrankheit, bei der es in erster Linie zu Krankheitserscheinungen der Haut, des Nervensystems und der Gelenke kommt. Erst die Beschreibung der Lyme-Arthritis in den USA 1976/77 durch Steere et al. führte zur Erkennung dieser Multisystemerkrankung, deren dermatologische und neurologische Manifestationen schon lange zuvor in Europa bekannt waren. Der nächste Meilenstein der Erforschung der Lyme-Borreliose war die Entdeckung des Krankheitserregers durch Willy Burgdorfer et al. im Jahre 1982; die aus Zecken isolierten Spirochäten wurden letztlich als Borrelien klassifiziert und nach ihrem Entdecker mit dem Namen „Borrelia burgdorferi“ belegt.


Carsten Wilhelm Bode, Anne Zager und Wolfram Hänsel, Kiel
Unerwünschte Wirkung und therapeutischer Effekt
In allen Lebensbereichen setzen sich Menschen Photosensibilisatoren aus, die die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen. Nach Kontakt und anschließender Sonnenexposition kommt es zu Hautreaktionen, die nach Art und Intensität von der auslösenden Chemikalie und der Strahlungsdosis abhängig sind. Viele Arzneistoffe verursachen diese Reaktionen, die zum einen als unerwünschte Wirkungen bei einer konventionellen Arzneimitteltherapie auftreten, zum anderen im Rahmen einer photodynamischen Therapie (PDT) oder einer Photochemotherapie (PUVA, ECP) erwünschte Effekte erzielen. Hierzu sollen grundlegende Mechanismen und klinisch relevante Aspekte vorgestellt werden.


Ernährungsforum
Kirstin Wingler, Würzburg, und Harald Schmidt, Gießen
Eine Schlüsselsubstanz für die diätetische Therapie bei Arteriosklerose?
l-Arginin ist eine semiessenzielle Aminosäure. Sie ist neben ihrer Funktion als Proteinbaustein an vielen biochemischen Prozessen beteiligt, so beim Harnstoffzyklus oder der Polyaminbiosynthese. Darüber hinaus ist l-Arginin die Vorstufe des Signalmoleküls Stickstoffmonoxid (NO). NO hat im Organismus wichtige Funktionen, insbesondere im kardiovaskulären System. NO ist die potenteste bekannte endogene gefäßerweiternde Substanz. Es hemmt die Blutplättchen-Aggregation, die Anlagerung von weißen Blutzellen an die Gefäßwand sowie das Wachstum glatter Gefäßmuskelzellen. Daher wird NO als „Schutzfaktor“ für die Gefäße angesehen. Arteriosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen meist mit einem relativen Mangel an NO einher, der durch eine Erhöhung der diätetischen Zufuhr von l-Arginin beseitigt werden kann.


MMP-Informationsforum
Dr. Barbara Kreutzkamp, München
Prävalenz in deutschen Krankenhäusern steigt
Die Prävalenz von Methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-Stämmen hat in Deutschland die 20%-Marke überschritten, während sie in den Niederlanden und Dänemark unter 1% liegt. Durch konsequentes Umsetzen von Hygienemaßnahmen könnte auch bei uns die Prävalenz wieder gesenkt werden.


Susanne Wasielewski, Münster
Auch bei Kindern mit leichten Symptomen Mandeln entfernen?
Kinder mit leichten Symptomen von Racheninfektionen oder Hypertrophie der Rachenmandeln wurden in einer offenen, randomisierten, kontrollierten Studie in den Niederlanden operiert oder abwartend beobachtet. Nach knapp 2 Jahren war kein wesentlicher klinischer Nutzen der Adenotonsillektomie erkennbar.


Dr. Barbara Kreutzkamp, München
Bald therapeutischer Impfstoff verfügbar?
Die Hoffnungen, bald einen präventiven Impfstoff gegen HIV-Infektionen einsetzen zu können, haben sich zerschlagen. Momentan konzentrieren sich die Forschungsanstrengungen auf die Entwicklung von gentechnisch hergestellten therapeutischen Vakzinen, die die Immunkontrolle bei Infizierten verbessern und dadurch den Ausbruch von AIDS hinauszögern sollen.


Prof. Dr. med. Hans Christoph Diener, Essen
Für Privatpatienten reserviert?
Eine Auswertung von Rezepten aus dem Jahr 1994 zur Behandlung akuter Migräneattacken zeigte, dass Privatpatienten mit 2,3fach höherer Wahrscheinlichkeit einen Serotonin-Agonisten („Triptan“) verschrieben bekamen als Patienten einer gesetzlichen Krankenkasse.


Dr. Barbara Kreutzkamp, München
Studien nicht immer aussagekräftig
Die hohe wissenschaftliche Qualität kontrollierter klinischer Studien darf nicht darüber hinweg täuschen, dass ältere Menschen oder Risikopatienten in der Regel per Studiendesign ausgeschlossen wurden. Für eine praxisnahe Nutzen-Risiko-Abwägung sollten die Daten der Arzneimittelüberwachungen mehr als bisher berücksichtigt werden.


Rosemarie Ziegler, Albershausen
Metformin bei polyzystischem Ovarsyndrom
Metformin (z. B. Glucophage®) verbessert bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom signifikant die Hyperandrogenämie, die Insulinresistenz sowie die Akne, und es erhöht die Konzeptionsrate.


Dr. Dietrich Schill, Bad Friedrichshall
Risiko für Refeeding-Syndrom beachten
Eine rasche Nahrungszufuhr nach längerer Nahrungskarenz birgt das Risiko einer Stoffwechsel- und Elektrolytentgleisung („refeeding syndrome“), wie ein Fallbericht über einen Schlaganfallpatienten verdeutlicht.


Entzündungen durch Prothesenabrieb?


Medizinische Hochschule Hannover
Telomere als mögliche Ursache